Mal ganz ruhig, mal lustig und laut

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Hallo, da melde ich mich wieder bei euch. Ich hoffe, ihr hattet eine gute Ferienzeit und könnt mit neuer Energie in dieses Jahr starten. Doch egal ob mit gefühlt viel oder wenig Energie – eigentlich kommt es ja ganz auf die Verbindung zu dem an, der alle Energie der Welt hat. 🙂 Dann kann seine Kraft und Freude fließen wie der Strom von der Leitung in die Glühbirne.

Ich möchte heute einen hilfreichen Tipp beschreiben, den wir schon seit Jahren in Gruppen anwenden und der dir helfen kann, Ruhe und Konzentration in deine Kinderschar zu bringen, ohne dass du deine Stimmbänder beanspruchen musst.

Ruhe in eine Kindergruppe bringen

Stell dir vor, fünfzig oder mehr Kinder sitzen rund um Tische in einem Speisesaal, essen, quatschen, haben sich viel zu erzählen. Du möchtest nun etwas sagen, was für alle wichtig ist, z.B. wann und wo das Programm weitergeht. Vielleicht hast du schon mal beobachtet, was in so einem Fall ein KISI-Mitarbeiter macht: Er stellt sich an einen gut sichtbaren Ort – z.B. in die Mitte des Saales – und hebt die Hand (wie beim „Aufzeigen“ bzw. „Melden“ in der Schule). Innerhalb weniger Sekunden ist es mucksmäuschenstill. Das ist keine Zauberei. Das ist eine Sache des Ausmachens.

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Ein ganz einfaches Zeichen

  1. Wenn eine Kindergruppe zum ersten Mal zusammen ist, erklärt ein Mitarbeiter den Kids:

“Wir alle sind hier um zu singen. Da müssen wir auf unsere Stimmen gut achtgeben. Wir möchten daher nicht schreien. Wenn ein Mitarbeiter euch etwas Wichtiges sagen möchte, wird er weder schreien noch „psssssst“-en. Er wird die Hand heben und zwar so.“ Dann macht der Mitarbeiter die Übung vor. „Wenn du dieses Zeichen siehst, machst du sofort deinen Mund fest zu und hebst ebenfalls den Arm. Du sprichst kein einziges Wort mehr. Falls einer deiner Sitznachbarn das Zeichen nicht bemerkt, darfst du ihn anstubsen und mit Blicken aufmerksam machen. Wenn alle den Arm gehoben haben – auch alle Erwachsenen – ist es still und wir können wunderbar hören, was der Mitarbeiter sagen möchte.“

  1. Nach der Erklärung folgt das Einüben in Form eines Spieles:
  • Alle reden möglichst laut irgendetwas – es kann auch einfach „Blabla“ sein.
  • Der Mitarbeiter zeigt plötzlich auf.
  • Möglichst schnell kehrt Ruhe ein.

Dabei motiviert man die Gruppe, immer wieder ihren eigenen „Rekord“ zu brechen. Man kann die Gruppe auch in zwei Teile teilen und einen Wettbewerb machen, welche Gruppe schneller still ist. Dieses Spiel ein paar Mal wiederholen, bis es richtig gut geht und es immer schneller ruhig wird.

  1. Beim nächsten Treffen die Regel nochmal wiederholen, falls nötig, oder das Spiel nochmal spielen.

Es ist ein ganz simpler Tipp, der deine Stimme schont und deine Nerven. (Und auch die der Kinder.)

(Wir machen übrigens Ansagen für große Gruppen immer durch ein Mikrofon, weil es effektiver ist, wenn jeder gleich alles gleich beim ersten Mal versteht.)

Weil es hier grad passt, noch ein paar Ideen, wenn du nun länger etwas zu sagen hast.

Kinder und Konzentration?

Ja, ich bin mir ziemlich sicher, dass Kinder sich auch heutzutage gut konzentrieren können. Ihnen dabei zu helfen, ist besonders wichtig, wenn du ihnen wertvolle Inhalte vermitteln möchtest. Ein paar konkrete Tipps dazu:

  1. Kindgerechte, verständliche Sprache.
  2. Bau etwas Lustiges ein. Kinder lachen so gerne und Lachen fördert die Konzentrationsfähigkeit sehr!
  3. Sag ihnen, wenn dir persönlich etwas sehr wichtig ist. Erzähle auch von dir. Lass sie dich wahrnehmen.
  4. Ein kleines Bewegungslied zwischendurch oder eine Runde rund um die Tische, ein Bewegungsspiel, einmal Aufstehen und Strecken: Das alles ist schnell gemacht und sehr wirkungsvoll.

Ein Spiel zur Auflockerung

Ein Spiel, das sich gut zur Auflockerung zwischendurch eignet, ist „Pizzabacken“ am Rücken deines Nachbarn. (Das Spiel kann auch im Kreis gespielt werden.)

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Der Spielleiter gibt folgende Anweisungen:

  • Zuerst knetest du den Pizzateig auf dem Rücken deines Nachbarn. Mehl, Wasser, Hefe, Salz – alles gut verkneten, damit der Teig ganz weich wird und sich nachher gut ausrollen lässt.
  • Jetzt rollst du den Teig aus – über den ganzen Rücken.
  • Dann streichst du Tomatensoße über den Teig. Mmmmh, lecker.
  • Frag nun deinen Nachbarn, was er auf seiner Pizza haben möchte und belege die Pizza wunschgemäß damit.
  • Nun kommt die Pizza in den Ofen. Reibe dazu deine Hände ganz fest gegeneinander und lege dann die warmen Hände auf den Rücken. Gleich nochmal. Das tut gut!
  • Die Pizza ist fertig. Mmmm, riecht die gut! Schneide sie in Stücke und serviere sie.
  • Rollentausch! 🙂
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Birgit Minichmayr

Ich bin Birgit, glückliche Ehefrau und Mutter von drei ganz verschiedenen, wunderbar-einzigartigen Kindern. Ich liebe es Teil der KISI-Family zu sein, auf Tour mit „Ruth“ zu gehen und die Schöpfung Gottes in ihren liebevollen Details zu bestaunen.