Weihnachten feiern in der Familie

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Das Weihnachtsfest naht und so möchte ich euch ein bisschen teilhaben lassen an ein paar Ideen, die wir als Familie so im Laufe der Jahre in unsere Feier eingebaut haben.

Unser Weihnachtsspiel

Zuerst mal stell ich euch unser Weihnachtsspiel vor. Dazu hab ich meine Familie gebeten aufzuschreiben, was ihnen daran gefällt:

Am Weihnachtsspiel gefällt mir, dass das Besondere des Abends länger andauert und wir dabei immer wieder bewusst ins Gebet gehen, uns auf Jesus hin ausrichten. Und es macht mir Spaß!“ (Hannes, 46)

Ich mag unser Weihnachtsspiel, weil es Abwechslung in unser Fest bringt. Wir singen oft (und ich singe gern) und es gibt auch was zu Naschen.“ (Rahel, 14)

Mir gefällt an unserem Weihnachtsspiel, dass wir es mit der ganzen Familie spielen und dass dabei jeder Einzelne wahrgenommen wird.“ (Tabea, 16)

Ich finde es gut, dass sogar Oma und Opa mitspielen und wir eine super gemeinsame Zeit haben mit Jesus in unserer Mitte.“ (Johannes, 19)

Neugierig geworden? Also hier die Anleitung für dieses Spiel:

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Vorbereitung:

  1. Einen Spielplan basteln. Dazu auf ein A3-Papier Kreisen malen (ca. 20-30 Kreise in Schlangenlinienform hintereinander angeordnet, mit je ca.1-2 cm Durchmesser, immer abwechselnd in einer der vier Farben Blau, Gelb, Rot und Grün). Laminieren ist toll, dann könnt ihr ihn im nächsten Jahr wiederverwenden. (Alternativ könnt ihr auch unsere Spielplanvorlage ausdrucken und ausmalen.)
  2. Spielmännchen auf das Startfeld stellen (so viele verschiedene wie Mitfeiernde).
  3. Würfel suchen und bereitstellen.
  4. Einen Teller mit den Lieblingssüßigkeiten der Familienmitglieder aufstellen.
  5. Evtl. ein Weihnachtsliederbuch auf den Tisch legen.
  6. Evtl. Schatzkiste mit Gebeten vorbereiten.

Spielverlauf:

Es wird reihum gewürfelt und mit den Männchen den Feldern entlanggefahren. Die Felder haben je nach Farbe folgende Bedeutung:

  • Blau: Ich darf mir eine Süßigkeit vom Teller aussuchen.
  • Gelb (oder Gold ): Ich bete (freies Dankgebet, Anbetungsgebet, Vater Unser …; auch gut: eine Schatzkiste mit verschiedenen Gebeten auf Zetteln vorbereiten, die man „ziehen“ darf).
  • Rot: Ich darf ein Weihnachtslied anstimmen (bei Bedarf ein Liederbuch zu Hilfe nehmen – ist ja toll, wenn man auch mal zwei oder drei Strophen singen kann.)
  • Grün: Ich bekomme ein Geschenk: Ein Geschenk wird dir überreicht. Alle sind beim Auspacken aufmerksam dabei. Gemeinsam wird die Freude ausgekostet, dann erst wird weitergewürfelt.Sieger ist, wer zuerst beim Zielfeld ankommt. (Unsere Erfahrung ist aber, dass es gar nicht so draufankommt, wer Sieger ist. Eigentlich ist das Spielen selbst der Gewinn.)

Zum Schluss werden die restlichen Päckchen verteilt, falls welche übrigbleiben. (Wenn jemand ständig auf die grünen Felder kommt, aber keine Geschenke mehr für denjenigen da sind, darf er sich stattdessen etwas Süßes nehmen oder beten.)

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Das finde ich super an diesem Spiel: Es kommt nicht zu einem „Geschenke-Rausch“. Bei uns sind immer alle sehr aufmerksam und mit Freude dabei, alle beteiligen sich am Gebet und werden so daran erinnert, worum es an Weihnachten eigentlich geht. Ein Wort fällt mir dazu noch ein: Achtsamkeit. Es wird jeder bewusst wahrgenommen, hat seinen Platz in der Feier und bekommt auch die Aufmerksamkeit aller, zum Beispiel beim Geschenke-Auspacken. Je nach Alter der Kinder und Anzahl der Feiernden kann das Spiel auch schon mal 1-2 Stunden dauern. Aber das Spiel ist ja ein großer Teil der Feier. Unsere Kids sind nun schon Teenager und bestehen darauf, dass auf jeden Fall dieses Spiel zu Weihnachten gespielt wird. Ich mag das Spiel einfach!

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Noch drei Tipps für Weihnachten in der Familie:

Drei weitere Ideen und Erfahrungen möchte ich mit euch teilen:

  • Wir finden den Film „Und es begab sich aber“ wunderschön. Wir schauen uns am Weihnachtsabend immer den Teil an, wo Jesus geboren wird (10 Minuten oder so) und lesen im Anschluss das Weihnachtsevangelium nach Lukas. Dann haben wir eine kurze Zeit der Anbetung. (Bei jüngeren Kindern könnt ihr den Film auch nach der Geburt starten, da wo die Hirten kommen und dann die Könige.)
  • Wie wäre es mit einer Laternenwanderung zum Gottesdienst? Das ist vor allem am Land etwas sehr Schönes. Wir haben das mal mit einer befreundeten Familie gemacht. Da sind wir durch den Schnee mit Laternen zur Kirche gewandert. (Aber es geht natürlich auch ohne Schnee.)
  • Noch was: Ich kann mich noch gut erinnern, wie unsere Rahel einmal zu Weihnachten eine Puppe bekommen hat. Sie war selig, hat sofort damit gespielt und es fehlte einfach nichts mehr. Stillschweigend haben Hannes und ich die anderen für sie gedachten Geschenke weggeräumt. Es wäre einfach zu viel gewesen und hätte den Augenblick zerstört. Mein Tipp: Gerade bei jüngeren Kindern sensibel sein und sie vor zu viel „Konsum“ schützen.

Ich wünsche euch ein fröhliches, buntes Weihnachtsfest, bei dem nicht alles „klappen“ muss, sondern bei dem echtes Leben stattfindet! Der Heiland ist geboren und alles ist gut. („Am Ende wird alles gut und wenn es noch nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende“ – ein interessanter Gedanke.) Entspannt euch und freut euch an ihm und aneinander!

Mit euch im Herzen verbunden,

eure Birgit

    • Andrea Uebel
    • 21. Dezember 2015
    Antworten

    Mir gefallen deine Blogs super, weil sie aus dem Leben geschrieben sind, keine Theorie. Habe schon sehnsüchtig auf den neuen Blog gewartet. Die IDEE mit dem Spiel echt Klasse, man bekommt richtig Lust mitzuspielen.

    • Eva schwaiger
    • 26. Dezember 2015
    Antworten

    Liebe Birgit, ich finde erst jetzt Zeit und Ruhe mir an deinen wunderbaren Vorschlägen für das Feiern mit Kindern Anregungen zu holen.Ich freue mich schon richtig drauf mit unseren afghanischen Kindern und deren Eltern , jetzt nach Weihnachten die Ferien zu nützen . Vielleicht wird ihnen durch das Spielen wieder ein Hauch von unserem „Christmas“ hier in Österreich vermittelt. Das Musical Sternstunde, haben sie brav verfolgt, obwohl die arabischen Untertitel ihnen nicht wirklich eine Hilfe waren. Die ansprechenden Tänze , die schönen Bilder und die gute Musik sprachen aber doch für sich und nun heißt es einiges aufzuarbeiten und da sind mir diese Ideen oben eine herrliche Hilfe. Vielen Dank und be blessed! Eva

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Birgit Minichmayr

Ich bin Birgit, glückliche Ehefrau und Mutter von drei ganz verschiedenen, wunderbar-einzigartigen Kindern. Ich liebe es Teil der KISI-Family zu sein, auf Tour mit „Ruth“ zu gehen und die Schöpfung Gottes in ihren liebevollen Details zu bestaunen.