Kennenlernen: 4 lustige Spieletipps

6. November 2015 , In: Kinder- und Jugendarbeit, Leben, Pädagogik , With: 2 Comments
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Letztes Jahr besuchten wir mit einigen KISIs Uganda. Jan (11) beobachtete eine lachende Gruppe von spielenden afrikanischen Kindern und meinte dann nachdenklich: „ Diese Kinder haben zwar keine Spielsachen zum Spielen, dafür haben sie sich aber gegenseitig.“ Und sie hatten echt Spaß!

Wenn Kinder sich „gegenseitig haben“, dann können sie wunderbar spielen, ohne viele „Dinge“. Das ist unsere Chance! Wir holen die Kinder in eine Gruppe zusammen und ermöglichen es ihnen, gemeinsam etwas zu erleben. Ein echter Schatz! Dazu konkret ein paar Vorschläge:

Ice-Breaker nennt man sie – diese kleinen unkomplizierten Spiele, durch die das erste Eis der Fremdheit und Unsicherheit gebrochen wird. Sie sind ein tolles Mittel, um gleich mal eine positive Atmosphäre zu schaffen. Das geht zum Beispiel mit folgenden Spielen:

 

1. Begrüßen

Du spielst fröhliche Musik. Alle Kinder (und Mitarbeiter!) laufen oder gehen durch den Raum. Wenn die Musik stoppt, sucht sich jeder einen Partner. Die Partner nennen sich gegenseitig ihre Namen. Dann gibt der Spielleiter eine Anweisung, wie z.B. Es begrüßen sich die Füße! Alle Kinder müssen nun auf einem Bein stehen und die Füße der Partner berühren sich. Die Musik startet wieder und alle laufen durcheinander bis zum nächsten Stop. Weitere Begrüßungsrituale könnten sein:

Es begrüßen sich die Hände.

Es begrüßen sich die Ohren.

Wir wuscheln uns die Haare.

Es begrüßen sich die kleinen Finger.

Es begrüßen sich die Knie, die Ellbogen.

Begruessen2

 

2. Sortieren

Der Spielleiter teilt Gruppen mit je fünf oder sechs Personen ein. Dann gibt er allen Gruppen zugleich eine Aufgabe:

Stellt euch nach Schuhgrößen sortiert auf!

SchuhgroesseJede Gruppe, die fertig ist, setzt sich. Wenn alle sitzen, gibt es die nächste Aufgabe, z.B.

Stellt euch nach Alter sortiert auf!

Sortiert euch nach Haarfarbe – von dunkel bis hell.

Haarfarbe

Macht eine Aufstellung alphabetisch sortiert nach dem Vornamen.

Sortiert euch nach eurem Geburtsmonat.

Geburtsmonat

So, aufgewärmt sind wir, nun folgt das Namenlernen – mit dem Spiel „Das kleine grüne Krokodil“.

 

3. Das kleine grüne Krokodil

Wir bilden einen Sesselkreis (geht auch auf dem Boden). Der Spielleiter beginnt und sagt (zur Überraschung aller): „Ich bin ein kleines grünes Krokodil und heiße Birgit. Und wie heißt du?“ (fragt er seinen linken Nachbarn). Dieser muss nun antworten: „Ich bin ein kleines grünes Krokodil und heiße Birgit, Lukas (wenn er Lukas heißt). Und wie heißt du?“ Der linke Nachbar von Lukas muss nun die bisherigen Namen der Reihe nach wiederholen und dann seinen eigenen anfügen.

Kleines Grünes Krokodil

Glück hat, wer auf der rechten Seite des Spielleiters sitzt. Denn er darf sich besonders gut konzentrieren, weil er ja zum Schluss alle Namen sagen darf.

Die Kinder freuen sich immer, wenn der Spielleiter am Schluss sein Gedächtnis erprobt und auch eine Runde mit allen Namen versucht. Er darf ruhig Fehler machen. Das entspannt die anderen. 🙂

Und weil wir uns nun schon alle Namen gemerkt haben und sowieso im Kreis sitzen, folgt nun das Spiel „Zip-Zap“.

 

4. Zip-Zap

Zip ist der rechte Sitznachbar.
Zap ist der linke Sitznachbar.

Der Linke Nachbar ist Zap, der Rechte Nachbar ist Zip.

Ein Kind darf in der Mitte des Kreises stehen. Sein Sessel kommt weg. Es geht auf ein beliebiges Kind zu und sagt zu ihm entweder „Zip“ oder „Zap“. Daraufhin muss das Kind den Namen seines Zip- oder Zap-Nachbarn laut sagen. Stimmt die Antwort, dann geht das mittlere Kind zu einem beliebigen anderen Kind und sagt wieder „Zip“ oder „Zap“. Weiß einer den Namen nicht sofort oder nennt einen falschen, muss dieses Kind in die Mitte und das Kind, das vorher in der Mitte war, setzt sich. Irgendwann darf das Kind in der Mitte auch einfach „Zip-Zap“ in die Menge rufen. Nun müssen alle zugleich aufstehen und möglichst schnell einen neuen Platz suchen. Ein Kind findet keinen Sessel und sagt nun wieder „Zip“ oder „Zap“. Je mehr Tempo das Spiel bekommt, desto lustiger wird es!

Soll nun die Spielzeit hinter sich gebracht werden, um dann möglichst schnell zum „Wesentlichen“ zu gelangen? Du ahnst die Antwort: natürlich nicht! Denn Spiele sind wesentlich:

  • körperliche Bewegung
  • soziale Kontakte auf einfachste Art
  • Berührungsängste überwinden
  • Kennenlernen, ohne viel reden zu müssen
  • Freude, Lachen, Entspannung

Du merkst schon, ich finde Spielen einfach super.

Dir und deiner Gruppe wünsche ich viel Spaß!

Deine Birgit

 

Aus datenschutzrechtlichen Gründen wurden die Namen der Kinder auf den Fotos abgeändert.

    • Andrea Über.
    • 21. November 2015
    Antworten

    Liebe Birgit,
    ich finde die Blogs echt toll. Das Begrüßungen habe ich im Kindergarten gespielt, hatten allen großen Spaß gemacht. Die Idee mit den Gummibärchen zum Beten werde ich auf jeden Fall ausprobieren, das finde ich absolut super

    • Sabine
    • 24. November 2015
    Antworten

    Liebe Birgit, über deinen Blog freu ich mich sehr. Es kommt das Miteinander und Füreinander so super zum tragen. Durch deine Erfahrungen und Hinweise die du weiterschenkst haben jetzt viele Anteil. So können jetzt auch viele als Familie im Herrn wachsen. Dir ein herzliches Vergelt`s Gott.

Schreib uns was du denkst

Birgit Minichmayr

Ich bin Birgit, glückliche Ehefrau und Mutter von drei ganz verschiedenen, wunderbar-einzigartigen Kindern. Ich liebe es Teil der KISI-Family zu sein, auf Tour mit „Ruth“ zu gehen und die Schöpfung Gottes in ihren liebevollen Details zu bestaunen.