Mit den Augen segnen

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Heute möchte ich euch eine Sache erzählen, die mir Bernd, einer der KISI-Mitarbeiter, berichtet hat:

„Ich hatte mich als Mitarbeiter für das KISI-Fest in Gmunden gemeldet. Ich wurde eingeteilt für die Ausgabe von Essen. Als Team kamen wir noch vor Eintreffen der Gäste zusammen. Uta, die Leiterin des Teams, erklärte uns alles. Da waren natürlich die praktischen Dinge – welches Geschirr, wo sind die Einweghandschuhe, Zeitpläne … – aber dann kam Ute auf die innere Einstellung bei unserem Dienst zu sprechen. Das hat mich sehr berührt und diese Tage besonders gemacht:

Ute sagte: „Die Kinder, Jugendlichen, Erwachsenen werden sich bei uns anstellen. Für einen kurzen Moment werden wir die Chance haben, diesen Menschen, der uns seinen Teller entgegenhält, mit den Augen zu segnen. Was für eine wunderbare Möglichkeit!“

Ich werde nie vergessen, wie schön es war, diese segnende Haltung einzunehmen.“ (Bernd, 52)

Ganz Jesus

Wenn ich mir Jesus vorstelle, wie er damals den Menschen in Israel begegnet ist, dann stelle ich mir vor, dass er der Meister in diesem segnenden Blick war. Ganz sicher konnten die Menschen Wohlwollen, Annahme und Liebe spüren, wenn er sie ansah.

Wir können wie Jesus diese segnende Haltung einnehmen. Ganz bewusst. Egal ob wir 5 Jahre oder 89 Jahre alt sind, Schüler oder CLUB-Leiterin, Frisörin oder Manager. (Ich hab mir gerade vorgestellt, wie eine Frisörin ihre Kundschaft über den Spiegel mit dem segnenden Blick beschenkt: „Jesus bitte segne diese Kundschaft und lass die Dauerwelle gelingen!“ 🙂 )

Ganz praktisch

Mit den Augen segnen – dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  1. Du begrüßt oder verabschiedest jemanden. Du gibst der Person die Hand, schaust ihr in die Augen und betest dabei in deinem Herzen: „Jesus, bitte segne Anna.“ (Statt „Anna“ setzt du den Namen der Person ein.)
  2. Du sitzt im Zug oder stehst in der U-Bahn. Du lässt deinen Blick über die Menge schweifen und betest dabei in deinem Herzen: „Jesus, bitte segne sie/ihn.“
  3. Die Kinder sind in ein Spiel vertieft. Du lässt deinen Blick auf jedem Rücken ruhen und betest dabei in deinem Herzen: „Jesus, bitte segne Lukas. Jesus, bitte segne Verena. Jesus, …“
  4. Intensive Form: In einer Gruppe könnt ihr das Ganze auch ganz bewusst üben. Stellt euch im Kreis auf. Du beginnst als Leiter und trittst in den Kreis, stellst dich gegenüber deinem linken Nachbarn (z.B. Josef) auf, schaust ihm in die Augen und betest dabei im Stillen: „Jesus, bitte segne ihn.“ Dann gehst du zum nächsten (z.B. Johannes). Dann zu Lisa, … Josef tritt hinter dir in den Kreis und segnet nun Johannes mit den Augen. Dann geht auch er zu Lisa. Johannes kommt hinter Josef dran, usw.
    So wird jeder wahrgenommen und bewusst unter den Segen und Schutz Gottes gestellt. Du kannst doch mal mutig ausprobieren, ob es für deine Gruppe stimmig ist. Es sollte dabei ganz still sein, was auch sehr gut tut.

Ganz einfach

Mit den Augen segnen – das können wir jeden Tag üben. Es ist ganz einfach, aber sehr wirkungsvoll. Weil Gott jedes Gebet hört!

Übrigens: auch unsere österreichischen Grußformeln haben einen segnenden Hintergrund:

Grüß Gott!“ ist keine Befehlsform, sondern ein Wunsch: Es grüße dich Gott. Oder auch: Es segne dich Gott!

Pfiat di!“ oder „Pfiat di Gott!“ meint auch einen Wunsch: Es behüte dich Gott!

    • Kathi
    • 23. Februar 2016
    Antworten

    Ganz unter dem Motto: „Ich bin gesegnet und darf ein Segen sein!“ Sehr schöner Blog-Beitrag!! DANKE!
    So einfach, das im Alltag umzusetzen! Kleine Sache mit großer Wirkung! 🙂

    • Eva
    • 3. März 2016
    Antworten

    Ich bin sehr froh, dass ich heute Zeit hatte in meinen mails zu stöbern und auf diese Augensegen-Idee gekommen bin. Ich hab das früher schon mal gehört und für wunderbar erlebt,aber vergessen gehabt.
    Eine gute Erinnerung für die Fastenzeit ein Vorsatz.

    • Andrea
    • 21. Dezember 2016
    Antworten

    Zuerst GRATULATION zu euren neuen ZUHAUSE!!!!!
    Wunderbar sich auf die Führung Gottes zu verlassen……
    Tja und das Segnen ist so eine einfache, schöne, wertvolle Haltung….
    Schön, dass es KISI gibt!!

    • Johann Priesching
    • 27. März 2017
    Antworten

    Das mit den Augen segnen ist eine echt geniale Idee!

Schreib uns was du denkst

Birgit Minichmayr

Ich bin Birgit, glückliche Ehefrau und Mutter von drei ganz verschiedenen, wunderbar-einzigartigen Kindern. Ich liebe es Teil der KISI-Family zu sein, auf Tour mit „Ruth“ zu gehen und die Schöpfung Gottes in ihren liebevollen Details zu bestaunen.