Fasten your seat belts!

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Bist du schon mal geflogen? Dann kennst du diese Aufforderung. Interessant ist, was das englische Wort „fasten“, genau wie auch das deutsche Wort „fasten“, bedeutet – nämlich: festmachen. Ich finde, das ist echt eine gute Anregung für die Fastenzeit: Wir wollen uns neu festmachen an Jesus! Machst du mit?

Der Fastenvorsatz

… hat in unserer katholischen Kirche eine lange Tradition. Leider ist er manchmal verkümmert zu einem Verzicht auf Süßigkeiten zwecks der schlanken Figur. So ist das sicher nicht gemeint. (Da kann es für ein Mädchen, das eher zu viel Fokus auf sein Gewicht hat, richtiger sein, bewusst auf das Abnehmen zu verzichten und mehr zu essen – das ist dann ein Fasten, wie es dem Herrn gefällt.)

Ich lade euch ein, mit mir darüber nachzudenken, was euch neu an Jesus „befestigt“. Was hilft euch, euch richtig gut an Jesus festzumachen? Das wäre dann ein guter Fastenvorsatz.

Vielleicht diese Richtung …?

  • Digitale Entschlackung: jeden Tag eine Zeit festlegen (z.B. ab 17:00 Uhr), in der das Smartphone einzig zum Telefonieren da ist. Alles andere ist ausgeschaltet. Keine Mails, kein Instagram, kein Facebook, kein WhatsApp. Wenn dir das schwerfällt, dann könnte es sein, dass da wirklich schon eine Abhängigkeit da ist. Die gewonnene Zeit durch den Verzicht könntest du aber mit einem guten Buch, einem interessanten Gespräch, einer guten Tat ausfüllen!
  • Verzicht auf überflüssige Shoppingtouren: vorher überlegen, was du wirklich brauchst in dieser Woche bzw. diesem Monat – und das dann bewusst einkaufen. Nichts sonst. Diese Einfachheit wahrnehmen und genießen.
  • Autoverzicht: einmal pro Woche mal eine längere Strecke zu Fuß gehen anstatt mit dem Auto zu fahren oder gefahren zu werden. Dazu musst du dir natürlich Zeit nehmen. Aber du gewinnst auch Zeit zum Nachdenken, Beten, Wahrnehmen der Natur – wieder eine Gelegenheit, dich an Jesus festzumachen.
  • Messbesuch: in der Fastenzeit zweimal pro Woche in die Messe gehen, also nicht nur am Sonntag. Das könnte bedeuten, dass du früher aufstehen musst, damit es sich noch vor der Schule, vor der Arbeit, dem Studium ausgeht. Ein Verzicht auf Ausschlafen, aber einmal mehr auf Jesus hören und ihn als Geschenk aufnehmen in der Eucharistie.
  • Die Bibel als „Lebenselixier: Der Mensch lebt von jedem Wort aus Gottes Mund. Überleg mal, wie du das Wort Gottes in diese Fastenzeit einflechten könntest. Wo gibt es Zeiten, die du dafür geben könntest? (Ideen: die tägliche Fernsehzeit streichen, beim Nachmittagskaffee statt der Zeitung oder Zeitschrift die Bibel zur Hand nehmen, vorm Einschlafen noch ein Kapitel lesen, …)
  • Stille suchen: jeden Tag eine Zeit reservieren, wo dich kein Geräusch stört. In die Stille hineinhören, fühlen. Auf dich hören, auf Gott hören …
  • Genügend Schlaf: Eine Freundin hat mir mal geraten, in der Fastenzeit bewusst genug zu schlafen, weil ich insgesamt so müde war. Ein sehr sinnvoller Vorschlag. Der Verzicht auf manche Tätigkeiten, Arbeiten, Aktivitäten um des Schlafes willen hat mich dazu geführt, aufmerksamer mit mir selbst zu sein und mich insgesamt munterer zu fühlen. Das hat auch meinem Leben mit Jesus gut getan.

Es gibt noch so viel mehr Möglichkeiten. Ich möchte dich ermutigen, deinen Fastenvorsatz jemandem zu erzählen oder sogar aufzuschreiben. Denn manchmal wird es dir schwer fallen, ihn durchzuhalten. Wir können uns dann gegenseitig ermutigen. (Du kannst gerne deinen Vorsatz als Kommentar unter diesem Blogeintrag schreiben. Vielleicht ist er ja auch für einen der anderen Leser genau der richtige!)

Sei kreativ: Es gibt so viel bessere Ideen, dich an Jesus festzumachen, als nur auf Schokolade zu verzichten! Fasten your seat belt! 🙂

    • yasemin
    • 9. Februar 2016
    Antworten

    danke!

    • Amelie Hagmüller
    • 21. Februar 2016
    Antworten

    Ja dass hat mir sehr geholfen!

    • Christine Hempt
    • 27. Februar 2016
    Antworten

    Danke, Birgit, für Deine Ideen zum “fasten …“ Für mich ist es grad dran zu bemerken wer mein Nächster ist – sind es die Asyl suchenden, die ich am Mittwoch besuche, oder ists mein Nachbar, der Parkinson hat, od sinds die Kollegen, all die vielen Menschen mit denen ich zu tun hab …, oder vielleicht ist es “einfach“ mein Partner, sind es meine Kinder denen ich bewusst mehr Aufmerksamkeit schenken möchte? Mal fokussieren auf die Allernächsten u auf den Allerhöchsten! Das möcht ich! Christine

    • Antworten

      Danke für diese Anregung, Christine! Das ist ein Fasten wie es dem Herrn sicher gefällt!

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Birgit Minichmayr

Ich bin Birgit, glückliche Ehefrau und Mutter von drei ganz verschiedenen, wunderbar-einzigartigen Kindern. Ich liebe es Teil der KISI-Family zu sein, auf Tour mit „Ruth“ zu gehen und die Schöpfung Gottes in ihren liebevollen Details zu bestaunen.